Termine mit Autorinnen: Marit Rullmann

30.10.2006: Kurzseminar

"Von der Banalität des Bösen zur Wertschätzung des Fremden" lautet der Titel des Kurzseminars mit Marit Rullmann in der Volkshochschule Waltrop, 19.30-21.45 Uhr, Ziegeleistr. 14, 45731 Waltrop, Eintritt: 10,– €, Infos: 02309/9626-0, E-Mail: vhs@vhs-waltrop.de

Seit Hanna Arendt 1961 als Berichterstatterin für den renommierten "New Yorker" in Jerusalem den Eichmann-Prozess verfolgte, beschäftigte sie das Problem des "Urteilens". Ihr Buch "Eichmann in Jerusalem" (1963) und der darin gebrauchte Begriff von der "Banalität des Bösen" entfachte einen Sturm der Entrüstung. Sie war überzeugt, dass selbständiges Denken und eigenes Urteilen eng zusammenhängen mit der Fähigkeit zur Selbstreflexion und damit auch der Gewissensbildung. "Widersprich dir nicht selbst", lautete ihr Motto. Ein weiterer zentraler Gedanke aus ihrem umfangreichen Lebenswerk ist ihre Bewertung des tätigen Lebens, ihr Begriff des Handelns im Zusammenhang mit der Frage der Geburtlichkeit des Menschen.

Wer war diese Denkerin, die sich nicht scheute anzuecken, kein Blatt vor den Mund nahm und nicht selten "zwischen allen Stühlen" saß? Anlässlich ihres 100. Geburtstags ist es Zeit – anhand von Textauszügen – für eine kritische Würdigung Hanna Arendts, der bedeutenden Schülerin von Martin Heidegger und Karl Jaspers.

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