Termine mit Autorinnen: Zita Küng

07.02.2012: Politische Praxis im Zürcher Labyrinth – Vortrag und Gespräch

Zürich: 18.00 – 19.45 Uhr, "Vom Glück, öffentlich Frau zu sein. 20 Jahre Labyrinthplatz im Zeughaushof. Eine politische Praxis" in der Bibliothek zur Gleichstellung im Stadthaus, Stadthausquai 17, 8001 Zürich (4. Stock, Raum 429).
Eine Veranstaltung des Labyrinthplatzes Zürich in Zusammenarbeit mit der Fachstelle für Gleichstellung der Stadt Zürich.
Zita Küng, Juristin, aktiv in der Labyrinthgruppe und Mitautorin der Buchdokumentation "Erzähl mir Labyrinth. Frauenkultur im öffentlichen Raum. 20 Jahre Labyrinthplatz Zürich", stellt das Labyrinth in einem Input vor. Die Historikerin Elisabeth Joris fragt nach und stellt einzelne Aspekte zur Diskussion.
In die Podiumsdiskussion sollen Erfahrungen und Einschätzungen aus der Praxis von Frauen in- und außerhalb des Labyrinthplatzes einfließen. Bei Brot, Käse und Wein können anschließend die Gespräche vertieft werden.

Anmeldungen unbedingt erforderlich (per Mail, bis 31.1.2012) an: gleichstellung@zuerich.ch

1991, im Jahr des nationalen Frauenstreiktages, schufen Frauen im Zeughaushof Zürich einen öffentlichen Labyrinthplatz als Begegnungsort und Kulturraum. Die Labyrinthstruktur, ein Kulturerbe der Menschheit, lädt dazu ein, gängige Denk- und Handlungsmuster zu hinterfragen. Nicht der direkte Weg, der ausgrenzt, ausblendet und andere/s übergeht, führt zum Ziel, sondern ein Weg mit Wendungen und Blickwechseln, der immer wieder den Standort als Standpunkt verändert, um menschliches Maß neu zu finden. Im Austausch und im Umgang mit dieser Struktur loten die Labyrinthfrauen aktuelle Fragestellungen aus und verstehen sich als Kultur-Schaffende in einem weiten Sinne. Sie kultivieren öffentlichen Grund als Garten, der für alle zugänglich ist. Sie pflegen mit BesucherInnen und BenutzerInnen unterschiedlichster Herkunft die Kultur eines respektvollen miteinander Umgehens. Sie laden zu unentgeltlichen öffentlichen Veranstaltungen mit Kunstschaffenden ein. In diesen 20 Jahren ist ein Raum für das Politische, nämlich für das, was alle angeht (Hannah Arendt), entstanden. Wie sieht die politische Praxis im Labyrinthplatz aus? Darüber möchten wir miteinander ins Gespräch kommen.

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