Projekt Beschreibung
Frieden und Sicherheit
Feministische Außenpolitik – vielen ist der Begriff nicht sehr geläufig und wird von einigen eher mit der ehemaligen Außenministerin Baerbock in Verbindung gebracht.
Feministische Außenpolitik wurzelt einerseits philosophisch in der Zeit vor 2500 Jahren, andererseits in dem vor über 100 Jahren stattgefundenem 1. Internationalen Frauenkongress (1915 initiiert von Lida Gustava Heymann und Anita Augspurg).
Die Autorin erläutert, dass seit 2500 Jahren eine Tradition des politischen Denkens (Platon) herrscht, das Pluralität als eine grundsätzliche Bedingung für eine sinnvolle menschliche Existenz voraussetzt. Ist dies nicht der Fall, wird Politik inhuman. Die patriarchale Politik ist allerdings der Haltung Aristoteles gefolgt, der die dualistische Denkweise verfolgte.
Das Konzept der Feministischen Außenpolitik betrachtet nicht nur das Leben von Frauen und Mädchen, sondern analysiert Geschlechterverhältnisse und Geschlechterkonstrukte. Denn wie in Gemeinschaften jeglicher Art Frauenrechte gestaltet sind, zeigt deutlich wie es dort um die politische Kultur, Freiheit und Moral steht.
Ein kenntnisreiches, sehr verständlich geschriebenes Buch, das so manche Fragen beantwortet.
(Sigrun Klüger)