Projekt Beschreibung

Strukturelle Gewalt gegen Mütter

Kulturette, Sommer 2026

Wenn Mütter nicht verheiratet sind und die Väter der Kinder um das Sorgerecht kämpfen, wird es häufig von Jugendämtern und Familiengerichten den Vätern zugesprochen. Ist die Mutter gegen ein gemeinsames Sorgerecht, wird diese Entscheidung nicht beachtet und unwirksam, selbst dann, wenn zwischen den Eltern gar keine gelebte Beziehung besteht.

Oft auch dann, wenn sowohl Mutter als auch Kind von väterlicher Gewalt betroffen waren.

So lesen wir es in dem vorliegenden Buch.

Die Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts aus dem Jahr 2010 und die daraus folgende Praxis wird von der Autorin als verfassungswidrig eingestuft und eindeutig als strukturelle Gewalt gegen Mütter bewertet.

Die Sozialpädagogin und Juristin, die Erfahrungen in den Bereichen der Kinder- und Jugendarbeit, der Opferhilfe, dem Sozialdienst einer Frauen-Vollzugsanstalt und auch in der universitären Forschung hat, setzt sich hier mit den gesellschafts- und rechtspolitischen Entwicklungen und deren Auswirkungen auf Mütter und deren Kinder auseinander.

Mit großem Engagement, zwischendurch auch mit spürbarer Wut, kämpft sie gegen staatliche Entrechtung und väterliche Gewalt, für den verfassungs- und völkerrechtlichen Schutz von Mutter und Kind. (Sigrun Klüger)