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Thementag „Patriarchatsentstehung –Thesen und Fakten zu einer brennenden Frage“ mit Vorträgen von Andrea Fleckinger, Harald Haarmann und Heide Göttner-Abendroth. Anmeldung bis 21. Mai 2022 (Platzzahl beschränkt): mail@matriarchiv.info

Die regelmäßig stattfindenden Thementage behandeln spannende Fragen aus verschiedenen Wissensgebieten, auf welche die moderne Matriarchatsforschung ein neues Licht wirft. Der fünfte Thementag des MatriArchivs ist diesmal dem brisanten Thema der Entstehung des Patriarchats gewidmet. Dazu gibt es einige Antworten, aber noch viel mehr Fragen. Diese Fragen und Antworten werden wieder von drei ausgewiesenen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern dargelegt.
Zu Beginn der Tagung erläutert Andrea Fleckinger einige Thesen, die Patriarchat erklären sollen, und es wird analysiert, warum diese nicht tragen. Es stellt sich dabei heraus, dass man, um der Antwort näher zu kommen, das weite Feld der Spekulationen verlassen muss. Einen tragfähigen Boden bietet hier die Archäologie, die frühe Gesellschaften und die Veränderungen, die sie erfahren haben, durch Bodenfunde belegen kann.

Eine archäologische Erklärung für den Raum der eurasischen Steppen und für Europa wird Harald Haarmann vorstellen. Das wird noch einmal im Licht der modernen Matriarchatsforschung beleuchtet, und es soll gezeigt werden, dass für jede Kulturregion die Entstehung des Patriarchats gesondert erforscht werden muss.
Dafür wird Heide Göttner-Abendroth einige Beispiele präsentieren.
Im Anschluss an die Vorträge gibt es einen Austausch unter den Forschenden und danach sind die Anwesenden zu einer anregenden Diskussion eingeladen.

Programm

  • 09.00: Eintreffen und Empfang
  • 09.30: dott.ssa mag. Andrea Fleckinger, Sterzing (I)
    „Patriarchatsentstehung – eine kritische Betrachtung
    verschiedener Erklärungsansätze“
  • 10.30: Pause
  • 11.00: Dr. Harald Haarmann, Luumäki (FIN)
    „Die patriarchale Gesellschaft und ihre Anpassungsmechanismen –
    Analysen zum Göttinnenpatronat indoeuropäischer Helden“
  • 12.00: Mittagspause
  • 13.00: Dr. Heide Göttner-Abendroth, Winzer (D)
    „Die Erstentstehung des Patriarchats – einmal oder mehrmals?“
  • 14.00: Andrea Fleckinger, Harald Haarmann, Heide Göttner-Abendroth
    Podium – Austausch der Thesen und Ergebnisse, dazwischen Pause
  • 16.30: Schluss

Zu den Vortragenden

Andrea Fleckinger

(*1983) ist Sozialarbeiterin, Doktorandin an der Freien Universität Bozen (I), Referentin für Matriarchatsforschung und Mitbegründerin des MatriForums. Sie studierte Soziale Arbeit und war für zehn Jahre in der Frauenhausarbeit tätig. 2020 schloss sie die 3-jährige Ausbildung zur Referentin für Matriarchatsforschung an der
Internationalen Akademie HAGIA (D) ab. Sie hält Vorträge und Workshops im In- und Ausland. Aktuell arbeitet sie an ihrer Dissertation zum Thema Alleinerziehende Mütter in der Kinder- und Jugendhilfe. Ihr Forschungsschwerpunkt liegt in der Frauen- und Geschlechterforschung und verbindet über den Fokus auf Care gesellschaftskritische Ansätze mit den Erkenntnissen der Modernen Matriarchatsforschung. (www.matriforum.com)

Harald Haarmann

(*1946) ist Sprachwissenschaftler und Kulturphilosoph. Er studierte verschiedene philologische Einzeldisziplinen sowie Vorgeschichte in Hamburg, Bonn, Portugal und Wales, promovierte 1970 an der Universität Bonn und habilitierte 1978 an der Universität Trier mit Arbeiten zur Sprachwissenschaft. Er lehrte und forschte an verschiedenen Universitäten in Deutschland und Japan. Seit vielen Jahren lebt und arbeitet er in Finnland. Seine über 70 Publikationen in Deutsch und Englisch umfassen mehr als 20 Schwerpunkte und Disziplinen der Humanwissenschaften. Viele davon wurden in mehr als ein Dutzend Sprachen übersetzt. Aktuelle Forschungsthemen sind Kulturgeschichte, Sprachkontakt- und Genderforschung, Zivilisationsmodelle, Philosophie und Gesellschaftskritik. Für seine Arbeit ist Harald Haarmann mehrfach ausgezeichnet worden.

Heide Göttner-Abendroth

(*1941) lehrte an der Universität München Philosophie und Wissenschaftstheorie. Ab 1976 Mitbegründerin der Frauenforschung. Durch ihre lebenslange Forschungsarbeit und ihre mehrbändige Reihe «Das Matriarchat» (Kohlhammer-Verlag) wurde sie die Begründerin der Modernen Matriarchatsforschung. 1986 gründete sie die Internationale Akademie HAGIA in Deutschland und leitet sie seither. Lehrbeauftragte an verschiedenen Universitäten, Gastprofessorin in Montreal und in Innsbruck. Zahlreiche Vorträge und Tourneen im In- und Ausland. In den Jahren 2003, 2005 und 2011 leitete sie drei Weltkongresse für Matriarchatsforschung in Europa und den USA. Sie wurde 2005 von einer Schweizer Organisation und 2007 von einer finnischen Initiative für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen.

(www.hagia.de, www.goettner-abendroth.de)

Anmeldung

Bis 21. Mai 2022
Platzzahl beschränkt
mail@matriarchiv.info

Kosten

  • CHF 90,00 / EUR 85,00 (inkl. Kaffee, Getränke, Pausensnacks)
  • Mittagessen auf Wunsch in der Campus-Mensa CHF 25,00 / EUR 23,00
  • Bestellung bis 21. Mai 2022 an: mail@matriarchiv.info

Wegbeschreibung

Gleich beim Hauptbahnhof Zürich, hinter der Alten Sihlpost, Ausgang «Europaallee» benützen

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