Sie alle waren geniale Frauen:

Mileva Einstein-Marić, Sophie Taeuber-Arp, Julie Wolfthorn, Marie Bashkirtseff, Elena Luksch-Makowsky, Dora Hitz, Teresa Feodorowna Ries, Ida Boy-Ed, Elsa Asenijeff, Vally Wygodzinski, Marevna, Carmen Herrera, Josephine Nivison-Hopper, Paula Modersohn-Becker, Clara Westhoff-Rilke

Wie kommt es, dass ihre Namen heute in Wissenschaft und Kultur nahezu vollständig in Vergessenheit geraten sind?

Senta Trömel-Plötz hat sensibel forschend hinter die Fassade geschaut – denn all diese begabten Frauen waren mit berühmten Männern liiert. Mit virtuos verfassten Wortstücken durchleuchtet die Autorin aus verschiedenen Perspektiven das Geflecht von Liebe und Ausbeutung, Schaffensdrang und Entmutigung. Sie nähert sich mit Achtung und Anerkennung, nimmt dabei Lyrik von Else Lasker-Schüler, Rose Ausländer, Luisa Famos und anderen DichterInnen in den Dialog mit hinein. Zitate und Fiktion verwebend zeigt Senta Trömel-Plötz Parallelen zwischen diesen bewegend-bemerkenswerten Frauenbiografien auf – und erzählt dabei auch einen Teil ihrer eigenen wechselvollen Geschichte.

2020-06-30T17:13:28+02:00

WeiberDiwan, Sommer 2020

Die Qualität des Buches ist, dass die Zusammenhänge und die Wiederholung dieser Frauen-Schicksale sich nicht über eine einfache Aufzählung von biografischen Fixpunkten, sondern über eine sehr persönliche, essayistische, lyrische Schreibweise der Autorin aufbereitet finden. Ein Buch, in dem frau eintauchen und wieder auftauchen kann.

2020-06-30T18:15:38+02:00

Kulturette, Juni 2020

Es sind keine Lebensbeschreibungen der ausgewählten Persönlichkeiten, wie wir sie aus anderen Veröffentlichungen kennen. Trömel-Plötz schreibt anders, persönlicher, verwoben mit ihren eigenen Gedanken zu diesen Frauen, deren Lebenssituationen und eventuellen Gefühlen.

2020-02-26T11:22:29+01:00

Mathilde, März/April 2020

Ich war auf den Namen der Autorin geflogen, die ich als hervorragende feministische Linguistin von Werken wie „Gewalt durch Sprache“ kannte. Der Untertitel Wortstücke versprach zusätzlich literarischen Genuss. Ich wurde nicht enttäuscht ...

2020-02-25T09:31:18+01:00

www.bzw-weiterdenken, 30.12.2019

Die Darstellung von Mileva Einstein-Marić und den anderen genialen Frauen gefällt mir in dieser Fassung ausgezeichnet. Ich bewundere die Beharrlichkeit, mit der Senta Trömel-Plötz die wichtigen Fragen stellt, wie „Setzt männliche intellektuelle Produktivität Frauenarbeit und Frauenopfer voraus?“ Oder auch das Leitmotivische in den sich wiederholenden Sätzen „Dazwischen aber kam die Liebe“, „Das Leben leidenschaftlich lieben“ usf. So ziehen sich rote, bunte und leider auch schwarze Fäden durch den Text. Aus den Schicksalen der Frauen wird EIN Frauenschicksal, ohne dem Individuellen Gewalt anzutun.

Lesung aus „Mileva Einstein-Marić und andere geniale Frauen – Wortstücke“ von Senta Trömel-Plötz in der Universität Konstanz im Tagungsraum K.
Es liest Prof. Dr. Miriam Lay Brander, kath. Universität Eichstätt-Ingolstadt. Anschließend kleiner Apéro mit Buchverkauf – öffentliche Veranstaltung, Eintritt frei
Veranstalterin: Inés Eckerle, Beauftragte für Chancengleichheit